Fertigungszentrum Stockach

Das Fertigungszentrum der Rheinmetall Soldier Electronics GmbH in Stockach beschäftigt ca. 100 Mitarbeiter, davon ca. 50 Mitarbeiter in der Fertigung. Laut Angabe auf der Homepage von Rheinmetall Defence liegen die Kernkompetenzen bei:

Mechanik:

  • Baugruppen- und Systemmontage: mechanisch, hydraulisch, elektromechanisch, elektronisch
  • Montage und Justage: Getriebe, Elektromechanische Baugruppen

Elektrik, Elektronik:

  • Leiterplattenfertigung: Bestücken, Löten, Schutzlackieren, Altern
  • Verdrahtung: Löten, Crimpen, Kabelbäume, Schaltschränke

Laserfertigung:

  • Herstellung von Puls- und Dauerstrich Lasermodulen
  • Sichtbare und infrarote Wellenlängen, verschiedene Divergenzen
  • Höchste Qualität: extrem schockfest, extrem temperaturstabil

Prüfung und Instandsetzung:

  • Elektrische- und elektromechanische Baugruppen
  • Bestückte Leiterplatten
  • Kabel und Kabelbäume
  • Radarkomponenten

Quelle: www.rheinmetall-defence.com

Modernste Fregatte der Deutschen Marine fährt mit MTU

Wie auf www.mtu-report.com vom 19. Juni 2019 zu lesen, kommen auf der “modernsten Fregatte der Deutschen Marine”, der “Baden-Württemberg”, MTU-Technologien zum Einsatz.

Das Schiff der Klasse F125 wurde vor Kurzem an die Marine übergeben und war seit 2011 im Bau. Laut NDR Recherchen sind 4 Schiffe der F125 Klasse in Auftrag gegeben worden, mit Kosten von über drei Milliarden Euro. Die Übergabe der “Baden-Württemberg” an die Deutsche Marine wurde mehrmals durch technische Probleme verzögert.

MTU präsentiert nicht ohne Stolz und frei von Selbstzweifeln jeglicher Art, dass die “Baden-Württemberg”, die “den Namen des Bundeslandes [trägt], aus dem wichtige Teile seines Antriebs stammen”, Antriebs- und Automationstechnologie von MTU verbaut hat. Diese MTU-Technologie spiele laut MTU “für Einsatz und Erfolg der Fregatten der neuen F125-Klasse eine entscheidende Rolle und ermöglicht das neue Intensivnutzungskonzept der Marine für diese Schiffe”.

Ins Detail geht der MTU-Bericht dann, in dem er einige technische Details zur eingesetzten Technologie des Unternehmens kommt:

“Für die Fregatten der Klasse F125 liefert MTU Diesel-Gensets der Baureihe 4000 und Gasturbinenmodule, die wichtige Bestandteile des kombinierten dieselelektrischen und Gasturbinen-Antriebs (CODLAG) sind. Vier Gensets auf Basis des Motors 20V 4000 M53B mit einer mechanischen Leistung von je 3.015 Kilowatt liefern Strom für den dieselelektrischen Marschantrieb bis 20 Knoten und für das Bordstromnetz. Die Motoren werden je nach Leistungsbedarf an- oder abgeschaltet und laufen somit jeweils im optimalen Betriebsbereich. Das schont die Motoren und spart Kraftstoff.”

Neben der “Baden-Württemberg” sollen auch ihre drei Schwesterschiffe mit MTU-Technologie ausgestattet werden.

Quelle: https://www.mtu-report.com/de-de/Marine/Militarische-Behordenschiffe/Modernste-Fregatte-der-deutschen-Marine-fahrt-mit-MTU

Veröffentlicht unter MTU

MTU Produkte – Marine

MTU stellt unter anderem Dieselmotoren für Marine-Schiffe her. Der Leistungsumfang dieser Motoren reicht von 300 bis 10.000 KW und kommen daher in vielfältigen Schiffstypen zum Einsatz, “vom kleinen Kontroll-, Patrouillen– oder Dienstboot bis zum großen U-Boot“, aber auch in “Korvetten und Fregatten“.

Quelle: https://www.mtu-online.com/mtu/anwendungen/behoerdenschiffe/index.de.html

Veröffentlicht unter MTU

MTU Produkte – Militärfahrzeuge

MTU stellt Dieselmotoren für leichte, mittelschwere sowie schwere Militärfahrzeuge her (tabellarische Übersicht siehe hier). Die Kategorie ‘schwere Militärfahrzeuge’ umfasst dabei “schwere Kampfpanzer (MBT) und Haubitzen, für Schützenpanzer und Mannschaftstransporter sowie weitere Fahrzeuge”.

Quelle: https://www.mtu-online.com/mtu/anwendungen/militaerische-fahrzeuge/index.de.html

Veröffentlicht unter MTU

Produkte von Liebherr-Aerospace

Laut Homepage von Liebherr entwickelt Liebherr-Aerospace unten stehende Produkte. Diese Systeme und Teilsysteme befinden sich unter anderem in folgenden Militärflugzeugen:

  • Transporter Transall, A310, A400
  • Lufttankflugzeug A310 MRTT (Multi Role Transporter Tanker)
  • Kampfflugzeuge Alpha-jet, Tornado, Eurofighter, Mirage, Rafale, F/A-18
  • Aufklärer und Trainer Ergett, AEM 346
  • Hubschrauber Tiger, PAH 1, NH 90

Hier die Produkt-Übersicht laut Liebherr-Homepage:

Luftfahrtmanagementsysteme

Das Luftmanagementsystem gehört zu den Komponenten, die am meisten zum Komfort an Bord eines Flugzeugs beitragen. Liebherr besitzt umfassende Kapazitäten zur Entwicklung, Bereitstellung und Wartung aller Flugzeug- und Triebwerkluftsysteme: von Triebwerkabzapfluft-Anschlüssen und Triebwerkpneumatik bis hin zur Luftverteilung in der Kabine und vom Tragflächenvereisungsschutz bis hin zur Kabinendruckregelung. Außerdem bietet Liebherr Zusatzkühlsysteme, Hyraulikkühlsysteme und Systeme zur Inertisierung von Treibstofftanks sowie Luftbefeuchtung an. Das Unternehmen kann entweder ein vollständig integriertes Luftmanagementsystem (d. h. eine Steuereinheit zur Steuerung mehrerer Systeme) oder ein einzelnes bestimmtes System liefern. Liebherr übernimmt die vollständige Entwicklung, einschließlich der Zulassungstests, sowie die Fertigung und den weltweiten Kundendienst während der gesamten Produktlebensdauer. Liebherr ist der Systemlieferant für alle Arten von Flugzeugtypen, wie Verkehrsflugzeuge, Regionaljets, Geschäftsflugzeuge, Hubschrauber, unbemannte Luftfahrzeuge, Kampfjets und Militärtransporter.

Flugsteuerungs- und Betätigungssysteme

Liebherr bietet primäre und sekundäre Flugsteuerungssysteme, weitere Betätigungssysteme und Hydrauliksysteme an. Die Kernkomponenten dieser Systeme – d.h. mechanische und hydraulische Teile sowie Elektronikhardware mit integrierter Software – werden intern entwickelt und gefertigt. Als Systemlieferant ist Liebherr in der Lage, vollständige, integrierte Flugsteuerungs- und Betätigungssysteme vom Sidestick im Cockpit bis hin zu den Stellantrieben für die Steuerflächen an den Flügeln zu entwickeln und zu qualifizieren. Das Produktspektrum umfasst hydraulisch oder elektrisch angetriebene primäre und sekundäre Flugsteuerungssysteme. Die neuesten Fly-by-Wire-Systeme sind Teil dieses Bereichs.

Fahrwerkssysteme

Mit dem Fahrwerk kann das Flugzeug vom Gate aus starten, zur Startbahn rollen sowie sicher abheben und landen. Liebherr-Aerospace verfügt über die Kompetenzen und die Erfahrung zur Entwicklung, Fertigung und Wartung von Fahrwerkssystemen. Dazu gehören die Fahrwerkstruktur, die Ausfahr-/Einfahr- und Lenkbetätigung, das Positions- und Warnsystem, die Integration der Räder und Bremsen sowie der zugehörigen Sensoren und Steuerelemente, einschließlich der Steuerelemente im Cockpit. Fahrwerkssysteme von Liebherr werden in die verschiedensten Flugzeugtypen, wie Verkehrsflugzeuge, Regionaljets, Geschäftsflugzeuge, Hubschrauber, Transportflugzeuge und militärische Jets, integriert.

Getriebe

Seit mehr als 50 Jahren entwickelt und fertigt Liebherr-Aerospace Getriebe für Hubschrauber und Flugzeuge. Bei Übersetzungsgetrieben wird die mechanische Energie von einem Hubschraubermotor oder einer Hilfsturbine geliefert und anderen Verbrauchern im Luftfahrzeug zur Verfügung gestellt. Hochgeschwindigkeitstriebwerkleistungsgetriebe liefern Leistung mit extrem hoher Effizienz und hohen Drehgeschwindigkeiten. Liebherr Getriebe sind in Aktuatoren und Getriebegehäusen integriert, die Teil der Übertragungssysteme für den Antrieb der Lande- und Vorflügelklappenaktuatoren sind. Das Produktprogramm umfasst:

  • Getriebe für Hochauftriebssysteme
  • Getriebe für Hubschrauber
  • Getriebe für Hilfstriebwerke
  • Leistungsgetriebe für Triebwerke

Liebherr liefert alle diese Produkte weltweit an Flugzeug- und Triebwerkshersteller. Sie werden in den verschiedensten Verkehrsflugzeugen, Hubschraubern und militärischen Flugzeugen eingesetzt.

Quelle: https://www.liebherr.com/de/deu/produkte/aerospace-und-verkehrstechnik/aerospace/produkte-und-l%C3%B6sungen/produkte-und-l%C3%B6sungen.html

Gründung und Produkte Liebherr-Elektronik GmbH

Liebherr-Elektronik wurde im Jahre 2000 gegründet und hat heute (Stand 07/2019) ca. 580 Beschäftigte (laut Website von Liebherr-Elektronik) auf einer Fläche von 10.000 qm Fabrik- und Bürogebäude. Die Gesamtfläche (inkl. Außenbereich) beträgtz 50.000 qm.

Diese Firma entwickelt und produziert elektronische Steuerkomponenten für Liebherr-Aerospace, unter anderem für folgende Militärflugzeuge:

  • Transporter A310, A400
  • Lufttankflugzeug A310 MRTT
  • Hubschrauber “Tiger”

Ein Mitarbeiter von Liebherr-Elektronik erklärte: “Im Werk Lindau wird Steuerelektronik für Flugzeuge gebaut. Das sind Kästchen, die die ‘schwachen’ Steuerimpulse des Bordcomputers umwandeln in “starken” Strom, mit dem dann z.B. die Landklappen bewegt werden.”

Demo an der US Air Base Ramstein am 29. Juni 2019

Auch dieses Jahr nahm der KWvB wieder an der Demonstration an der US Air Base in Ramstein-Miesenbach teil. Trotz großer Hitze kamen mehr als 5000 Menschen zur Demo, um gegen den völkerrechtswidrigen Drohnenkrieg der USA zu protestieren. Zur Abschlusskundgebung, nach dem Demonstrationszug durch Ramstein-Miesenbach, gab es hoch interessante Vorträge (unter anderem von Oskar Lafontaine) und trotz technischer Problemchen erstklassige Musik (beispielsweise Dieter Dehm und Prinz Chaos II). Insgesamt war die Demo wieder ein Erfolg und ein Erlebnis für alle Beteiligten, auch wenn dem Organisationsteam diesmal einige Steine von behördlicher Seite in den Weg gelegt wurden. Weitere Informationen zur Kampagne und Demo findet sich hier: https://www.ramstein-kampagne.eu. Hier einige Bilder der Demo:

Jemen – Saudis töten mit Schweizer Sturmgewehren

Krieg im Jemen – exklusives Foto beweist Saudis töten mit Schweizer Sturmgewehren

Recherchen des SonntagsBlicks zeigen: Saudi-Arabien setzt im Jemen-Krieg SIG-Sturmgewehre aus Schaffhauser Produktion ein. Die Waffen stammen aus einer vom Bund bewilligten Lieferung an Riad.

Im Jemen-Krieg kämpfende saudische Soldaten posieren mit ihren Waffen. Zwei davon (mitte und rechts) sind Schweizer Sturmgewehre des Typs SG 552.  zvg

Schweizer Sturmgewehre des gleichen Typs kursieren auch auf einem Online-Schwarzmarkt im Jemen.  zvg  Fabian Eberhard

Der Mord am saudischen Journalisten Jamal Khashoggi empört die Welt. Er wirft ein grelles Schlaglicht auf das Königreich von Kronprinz Mohammed bin Salman und dessen Machenschaften.

Der Westen fragt sich: Dürfen wir wirtschaftliche Beziehungen pflegen mit einem absolutistischen Unrechtsregime, das Kritiker brutal aus dem Weg räumt?

Besonders umstritten sind Waffenlieferungen an Riad. Saudi-Arabien führt im Jemen einen der blutigsten Kriege unserer Zeit. Die Vereinten Nationen bezeichnen die von den Saudis angerichtete Katastrophe als «grösste humanitäre Krise der Welt».

Letzte Woche hat Deutschland sämtliche Rüstungsexporte an den Wüstenstaat gestoppt. Die Schweiz liefert weiterhin Waffen und Munition. Der Bund stellt sich auf den Standpunkt, dass zurzeit nur geringe Mengen an Rüstungsgütern geliefert werden. Kriegstechnik, bei der keine Gefahr bestehe, dass sie im Jemen-Konflikt zum Einsatz komme.

Recherchen zeigen nun aber: Im Jemen wird längst mit Schweizer Waffen geschossen. Dem SonntagsBlick liegt ein Foto von saudischen Soldaten vor, die kurz nach ¬einem Gefecht mit Sturmgewehren aus Schweizer Produktion posieren.

Aufgenommen wurde das Bild Ende 2017 in der Provinz Dschazan. Im dortigen Grenzgebiet zwischen Saudi-Arabien und dem Jemen liefert sich die saudische Armee blutige Kämpfe mit den Huthi-Rebellen.

Bei den Waffen handelt es sich um Sturmgewehre des Typs 552-2, hergestellt von der Swiss Arms AG in Neuhausen am Rheinfall SH. Das Gewehr ist eine Kommando-Ver¬sion des Sturmgewehrs 90, mit dem auch Schweizer Soldaten ausgerüstet sind. Auf ihrer Webseite wirbt die Swiss Arms: «Unsere Präzision für den entscheidenden Einsatz.»

Schweizer Waffen auf dem Schwarzmarkt im Jemen

Nic ¬Jenzen-Jones, Direktor des renommierten australischen Waffenanalysezentrums Ares, das auch mit dem Bund zusammenarbeitet, bestätigt: «Die Sturmgewehre stammen aus Schweizer Produktion.» Die saudischen Soldaten sind dem SonntagsBlick namentlich bekannt.

Seit Jahren infiltrieren die Forscher von Ares Social-Media-Kanäle von Milizen und dokumentieren den internationalen Waffenhandel. Dabei stellten sie kürzlich fest: Die gleichen Schweizer Sturmgewehre werden mittlerweile gar auf dem Schwarzmarkt im Jemen gehandelt. Fotos aus Sanaa belegen das. In geheimen Chat-Gruppen werden die Sturmgewehre zum Kauf angeboten. Als Händler agieren Anhänger der Huthi-Rebellen. Jenzen-Jones geht davon aus, dass die Huthis die Sturmgewehre von saudischen Truppen erbeutet haben.

Konfrontiert mit den Recherchen gibt sich die Firma Swiss Arms wortkarg. Das Unternehmen räumt ein, dass man Sturmgewehre nach Saudi-Arabien geliefert habe, allerdings rechtskonform.

Waffenembargo – Keil in der Regierung

Tatsächlich wurden die Exporte mit dem Segen des Bundes abgewickelt. Im Jahr 2006 bewilligte das Staatssekretariat für Wirtschaft (Seco) den Verkauf von 106 Sturmgewehren des Typs 552 an die saudische Marine, wie Sprecher Fabian Maienfisch sagt.

Schweizer Waffen im Jemen-Krieg – das heizt die Debatte um ein Waffenembargo gegen Saudi-Arabien weiter an. Wie der «Tages-Anzeiger» berichtete, treibt die Frage mittlerweile auch einen Keil in die Schweizer Regierung. Justizministerin Simonetta Sommaruga (SP) stellte an der Bundesratssitzung von dieser Woche den Antrag, alle Rüstungsgeschäfte mit Saudi-Arabien sofort auszusetzen. Wirtschaftsminister Johann Schneider-Ammann (FDP) wies die Forderung harsch zurück. Man könne bewilligte Exportverträge nicht einfach widerrufen.

In Schneider-Ammanns ¬Departement versucht man die Waffengeschäfte mit dem islamistischen Königreich kleinzureden. Die Rüstungsexporte nach Saudi-Arabien sind laut Seco praktisch ausgesetzt. Fakt aber ist: Im Jahr 2017 lieferte die Schweiz Kriegsmaterial im Wert von 4,8 Millionen Franken an Riad. Ersatzteile für Flugabwehrsysteme, Munition und Kleinwaffen.

Auch Europa will ein Embargo

Diese Woche machte der «Tages-Anzeiger» zudem publik, dass der Stanser Flugzeugbauer Pilatus 2017 einen Vertrag mit der saudischen Luftwaffe abgeschlossen hat. Der Auftrag sieht während fünf Jahren den Support von PC-21-Flugzeugen vor, die in der Hauptstadt Riad stationiert sind.

Kommt hinzu: Ausgerechnet jetzt will der Bundesrat Waffenlieferungen auch an Bürgerkriegsländer erlauben. Der Nationalrat hat die Pläne zwar vorerst durchkreuzt. Er entschied, dass künftig das Parlament die Bedingungen für Waffenausfuhren bestimme. In der anstehenden Wintersession stimmt der Ständerat darüber ab.

Lewin Lempert von der Gruppe für eine Schweiz ohne Armee (GSoA) meint zu den Sturmgewehren im Jemen-Krieg: «Es braucht einen sofortigen Stopp für Waffenexporte nach Saudi-Arabien.» Dies will auch das Europaparlament. Es hat die EU am Donnerstag aufgerufen, ein Embargo zu verhängen. Bern will davon bisher nichts wissen.

 

Quelle: https://www.blick.ch/news/politik/den-export-nach-saudi-arabien-hat-der-bund-bewilligt-prinz-salmans-soldaten-schiessen-mit-schweizer-sturmgewehren-id9035324.html

Publiziert am 28.10.2018 | Aktualisiert am 28.10.2018

400 Mitarbeiter wechseln zu Hensoldt

SÜDKURIER vom 1.3.2017: “400 einstige Airbus-Mitarbeiter, die für die Sparte Verteidigungselektronik gearbeitet haben, gehören nun offiziell zum neuen Rüstungsunternehmen Hensoldt. Nach Inkrafttreten des Vertrags zwischen der Airbus-Group und dem amerikanischen Finanzinvestor KKR wurde jetzt das Unternehmen aus der Taufe gehoben. Bereits seit Ende vergangenen Jahres begannen am Airbus-Standort Immenstaad Umzüge, deren Ziel es ist, alle Hensoldt-Beschäftigten im Werk nördlich der B 31 zu konzentrieren. Somit gibt es eine räumliche Trennung zu den bei Airbus verbliebenen Beschäftigten. Das Unternehmen Airbus hält an Hensoldt einen Anteil von 25,1 Prozent, KKR einen von 74,9 Prozent. Hensoldt beschäftigt insgesamt 4000 Mitarbeiter, etwa 3400 in Deutschland und 600 in Südafrika. Die wichtigsten Standorte sind Taufkirchen bei München (350 Beschäftigte), Ulm (2000, mit Kiel), Immenstaad (400 Beschäftigte) und Oberkochen (600, mit Wetzlar) sowie Pretoria (600) in Südafrika, wie es in einer Mitteilung heißt. Eine eigene Vertretung wurde in Berlin eröffnet; zudem ist das Unternehmen mit Büros in Indien, USA, Chile, Brasilien, Südkorea oder Spanien vertreten. Hensoldt beliefert Streitkräfte und Sicherheitsbehörden. Ziel- und Nachtsichtoptik für das deutsche Programm „Infanterist der Zukunft“ findet sich im Produktkatalog. Hensoldt wird von einem Executive Committee unter Führung von Thomas Müller geleitet, in dem ferner Personalleiter Peter Fieser, Finanzchef Axel Salzmann und Operations-Chef Peter Schlote vertreten sind. Weitere Mitglieder sind Uwe Virkus (Leiter Electronic Warfare/Situational Awareness), Erwin Paulus (Leiter Radar/IFF/Datalink), Andreas Hülle (Leiter Optronics), Sabine K. Hipp (Leiterin Sales & Marketing), Celia Pelaz (Leiterin Strategic Business Development) und Solms U. Wittig (Leiter der Rechtsabteilung).”